Freitag, 1. August 2008

Fiestas Patrias in Tumbes

Mein zweiter Trip ging in den Norden von Peru, nach Tumbes. Die Verwandtschaft von Lili & Pedro hat eine kleine Hospedaje zwischen Zorrites und Grau direkt am Meer. Wir wohnten direkt daneben in einem kleinen Bungalow. Lili und Pedro hatten ein Zimmer und wir „Kids“ haben uns zu viert ein Zimmer geteilt. Zwei mussten auf der Matratze schlafen und zwei teilten sich ein Stockbett. Außerdem gab es noch ein kleines Bad (jedoch KEIN warmes Wasser) und eine kleine Küche, die mit dem nötigsten wie Waschbecken und Camping-Kocher ausgestattet war. Denn zum essen ging es immer ein Haus weiter zu Sylvia (Verwandtschaft).

Bei Sylvia gab es mittags und abends warmes leckeres und deftiges Essen (natürlich immer mit Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch). Das Brot, Pizza und Hühnchen kamen immer frisch aus dem Steinofen.

Die selbstgemachten Nudeln & Ravioli, Fisch, Ceviche Suppen, Lagostinos, Tortillas, Yuca und Reis wurden immer in einer leckeren Vielfalt für uns zubereitet. Wie man sieht – am Essen hat es uns nicht gefehlt!

Neben dem leckeren Essen, gab es noch den 3 km Strand vor der Tür (dazu noch für uns alleine) und mit Sonnencreme "Schutzfaktor 70" konnte es dann ab in die Sonne gehen.









Keine Sorge, Ausflüge kamen natürlich auch nicht zu kurz:

Der erste Ausflug ging nach Tumbes - wobei die Stadt selbst, nicht wirklich schön ist. Immerhin habe ich sie gesehen! :-)











Ein Ausflug ging über die Grenze nach Ecuador, wo wir ein wenig durch den sogenannten „Schwarzmarkt“ geschlendert sind. Einmal ging es zu den Thermalen, was zu Beginn ein etwas komisches Gefühl war. Doch später wollte ich gar nicht mehr gehen!
Ein besonderes Erlebnis war der Ausflug mit den Fischern. Sie haben uns mit ihrem Floos erst einmal hinaus auf das Boot gebracht. Schon alleine das war ein echtes Abenteuer (wie in einem Piratenfilm). Dann ging es aufs offene Meer hinaus zum Fischfang. Nachdem sich dann Lili dreimal übergeben hat und sie auch einige Fische gefangen hatten, ging es dann zurück an Land. Das Highlight war der Ausflug zu den Manglares. Mit einem kleinen Holzboot ging es dann durch die Manglares.

Leider war auch schon nach einer Woche vorbei, denn am liebsten wäre ich einfach dort geblieben!

Letztes Wochenende in Lima vor meiner zweiten Reise

Wie schon das Letzte Wochenende traf ich mich am Freitagabend, zum Beginn des Wochenendes mit der Steffi aus Flensburg. Dieses Mal trafen wir uns im Larcomar (Larcomar ist ein Einkaufszentrum, das in die Klippen der Costa Verde gebaut wurde).

Am Samstag bekam ich eine private Stadtführung von meinen Kollegen.
- Plaza de Armas


- La Catedral de Lima

- Monasterio de San Francisco mit seinen Katakomben

- El Parque de la Muralla


- Palacio de Gobierno


- Cerro de San Cristóbal (wobei die Fahrt hinauf ein echtes Erlebnis ist und sich schon alleine deswegen lohnt)
Da kann man einfach nur sagen:

Der Tag war super genial!

Zum täglichen Almuerzo ging ich am Sonntag zur Giuiliana. Ihre Eltern haben für mich gekocht, mit einer Auswahl die einfach nur Spitze war:

- arroz verde von pollo
- causa
- papa a la huacaina
- ceviche de patitas de pollo con yuca

Als refresco gab es Chicha Morada - so lecker (süßes Maisgetränk)!

Nachdem wir schließlich über zwei Stunden gegessen haben, ging es mit dem Nachtisch weiter und als Abschluss noch einen Pisco Sour und leckere Alfajores, denn die dürfen natürlich nicht fehlen!

Da Giuiliana und ich uns nach dem Essen nicht mehr bewegen konnten, haben wir noch bis um neun „gequatscht“.

Es war einfach ein super schönes Wochenende!

Fünfte Woche: Erdbeben, mein erster Geburtstag in Peru & Rattenalarm im Haus

Die fünfte Woche hat mit einem „kleinen“ Erdbeben begonnen. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich es tatsächlich mitbekommen, ansonsten habe ich es in meinem Tiefschlaf immer verpasst. Dieses Mal bin ich sogar aufgewacht und das heißt etwas! Doch die Peruaner sagen, dass es „suave“ war – also für ihre Verhältnisse war es „NICHTS“.

Zum täglichen „almuerzo“ ging es am Dienstag auswärts. Nachdem wir leckere Steaks gegessen haben kamen auf einmal alle „männlichen“ Bedienungen, haben ein Geburtstagslied gesungen und ich habe einen Nachtisch erhalten???!!!!
Neben mir saßen meine Kollegen und haben sich kaputt gelacht und gesagt „Kati, Feliz Cumpleaños“ und alle haben mich umarmt und auf die Wange geküsst (was hier normal ist)!?!?!?
Ich habe im ersten Moment nur Fragezeichen verstanden. Ich wusste nicht ob ich mich jetzt auch kaputt lachen soll oder ob es mir peinlich ist. Letztendlich war es beides.

Auf alle Fälle hat mein Chef dem Lokal gesagt (als ich noch nicht da war), dass heute mein Geburtstag wäre und daher haben die Bedienungen mir ein Lied gesungen und ich daher habe ich auch den Nachtisch erhalten. War also ein ziemlich witziges Erlebnis.

Am Mittwoch nach dem Geschäft haben wir (Fernanda, Lili & ich) einen kleinen Videoabend gemacht mit „Happens in Vegas“ – super witzig!

Anschließend ging ich erschöpft ins Bett und bin mitten in der Nacht von der Alarmanlage geweckt worden (die geht an, wenn jemand die Treppe herunter geht, dann muss man sie durch einen Code erst einmal ausschalten). Lili ist nach unten gerannt, um zu schauen was los ist und die Anlage wieder auszuschalten. Plötzlich höre ich lautes schreiben von ihr und die Worte „UNA RATA – UNA RATA“.
Diese Ratte hat also dafür gesorgt, dass wir mitten in der Nacht von der Alarmanlage geweckt wurden.

Den kommenden Morgen wollten wir alle nicht nach unten gehen, da wir alle Angst vor der Ratte hatten. Es war ein ziemlich amüsanter Morgen. Wir haben uns über uns selbst lustig gemacht.
Lili ist jetzt am überlegen ob sie sich eine Katze oder einen Hund kauft, damit die Ratte verschwindet.
Jedoch sollte sie auf die Rasse des Hundes schauen, denn nicht jeder Hund fängt die Ratte. Als wir bei uns im Haus (Friedrich-Ebert-Str.) eine Ratte herumgerannt ist, hatte Enixa mehr angst als Daniela und ich.

Abends kam dann auch Aldo vorbei (Cousin von Lili, der mir bei meinen ganzen Touren als Berater zur Seite steht). Lili, Aldo und ich haben den Tumbes-Trip ein wenig geplant und dabei „Cerveza Cusqueña“ getrunken – mein erstes Bier in Peru. Was bleibt einem dazu zu sagen als „das Deutsche ist besser“.