Die fünfte Woche hat mit einem „kleinen“ Erdbeben begonnen. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich es tatsächlich mitbekommen, ansonsten habe ich es in meinem Tiefschlaf immer verpasst. Dieses Mal bin ich sogar aufgewacht und das heißt etwas! Doch die Peruaner sagen, dass es „suave“ war – also für ihre Verhältnisse war es „NICHTS“.
Zum täglichen „almuerzo“ ging es am Dienstag auswärts. Nachdem wir leckere Steaks gegessen haben kamen auf einmal alle „männlichen“ Bedienungen, haben ein Geburtstagslied gesungen und ich habe einen Nachtisch erhalten???!!!!
Neben mir saßen meine Kollegen und haben sich kaputt gelacht und gesagt „Kati, Feliz Cumpleaños“ und alle haben mich umarmt und auf die Wange geküsst (was hier normal ist)!?!?!?
Ich habe im ersten Moment nur Fragezeichen verstanden. Ich wusste nicht ob ich mich jetzt auch kaputt lachen soll oder ob es mir peinlich ist. Letztendlich war es beides.
Auf alle Fälle hat mein Chef dem Lokal gesagt (als ich noch nicht da war), dass heute mein Geburtstag wäre und daher haben die Bedienungen mir ein Lied gesungen und ich daher habe ich auch den Nachtisch erhalten. War also ein ziemlich witziges Erlebnis.
Am Mittwoch nach dem Geschäft haben wir (Fernanda, Lili & ich) einen kleinen Videoabend gemacht mit „Happens in Vegas“ – super witzig!
Anschließend ging ich erschöpft ins Bett und bin mitten in der Nacht von der Alarmanlage geweckt worden (die geht an, wenn jemand die Treppe herunter geht, dann muss man sie durch einen Code erst einmal ausschalten). Lili ist nach unten gerannt, um zu schauen was los ist und die Anlage wieder auszuschalten. Plötzlich höre ich lautes schreiben von ihr und die Worte „UNA RATA – UNA RATA“.
Diese Ratte hat also dafür gesorgt, dass wir mitten in der Nacht von der Alarmanlage geweckt wurden.
Den kommenden Morgen wollten wir alle nicht nach unten gehen, da wir alle Angst vor der Ratte hatten. Es war ein ziemlich amüsanter Morgen. Wir haben uns über uns selbst lustig gemacht.
Lili ist jetzt am überlegen ob sie sich eine Katze oder einen Hund kauft, damit die Ratte verschwindet.
Jedoch sollte sie auf die Rasse des Hundes schauen, denn nicht jeder Hund fängt die Ratte. Als wir bei uns im Haus (Friedrich-Ebert-Str.) eine Ratte herumgerannt ist, hatte Enixa mehr angst als Daniela und ich.
Abends kam dann auch Aldo vorbei (Cousin von Lili, der mir bei meinen ganzen Touren als Berater zur Seite steht). Lili, Aldo und ich haben den Tumbes-Trip ein wenig geplant und dabei „Cerveza Cusqueña“ getrunken – mein erstes Bier in Peru. Was bleibt einem dazu zu sagen als „das Deutsche ist besser“.
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